Sonntag, 6. April 2014

Namibia eine Reise wert?



Nun unser Fazit über die kurze Reise durch einen Teil Namiba.
Die Anreise ist sicher mit insgesamt 24 Stunden Reisezeit nichts für Hasenherzen.

Unsere Tour ca. 2500 Km

Wir sind mit Zug und Flieger über Johannisburg nach Windhoek angereist. Die Einreise war problemlos und zügig.
Bevölkerung und Sprachen:
Namibia ist dünn besiedelt aber reich an unterschiedlichen Kulturen und Sprachen. Die Einwohner sprechen 30 verschiedene Sprachen und Dialekte. Amtssprache ist englisch, aber nur für zwei Prozent der Namibier die Muttersprache. Hauptbegegnungssprache zwischen Schwarz und Weiß ist afrikaans.

Die Menschen sind aufgeschlossen und nett gegenüber Besuchern und deutsch wird in einigen Teilen immer noch gesprochen.
 
Himba am Wegesrand

 













Für die meisten Weißen gilt: was dem Holländer sein Wohnwagen ist dem Namibier sein Dachzelt. In wenigen Minuten aufgebaut spart die Vorrichtung Stauraum und ist auch gleichzeitig Zelt. Außerdem bietet die Position auf dem Dach des Autos Schutz vor  umherschleichenden Tieren.

Wir haben die Nächte in den zahlreich vorhandenen Lodges oder Ranchen verbracht.


Land und Landschaft:
Unendliche Weiten von Savanne und Grasland, unterbrochen  von Bergketten prägen das Bild, aber der Boden ist karg und bringt wenig Ertrag. Das war auch der Grund, warum es so viele Nomadenvölker gab, die mit ihren Viehherden durchs Land zogen.  In der Kolonialzeit haben sich die Weißen 80% des Landes angeeignet und große Farmen aufgebaut.
Die Weite Namibias



Nach der Regenzeit blüht die Vegetation auf und das Gras ist üppig. Doch nur wenige Wochen später ist alles wieder  braun und spärlich.
Weiterhin prägt die Wüste (Namib) die Landschaft. Eigentlich langweilig, doch auch in der Steinwüste gibt es Flechten und einige Bäume. 
Wüste


















Was aber entschädigt sind die Herden von Springböcken und anderen Antilopen. Auch kann man mit etwas Glück wilde Elefanten, Giraffenherden oder Pavianhorden vom Auto aus beobachten.
Gnuherde











 

 
Essen und Trinken:
Namibia ist ein Land für Fleisch- und Fischesser, ganz besonders Wild. Zwischen Kudusteak, Springbock oder Eland findet man aber auch Eisbein auf der Speisekarte.
Buschmannteller

Die Küche ist deutsch geprägt und so gibt es überall Graubrot, Brötchen oder sogar Apfelkuchen. Die Preise für Getränke und Speisen sind für uns sehr günstig, so muss man für einen halben Liter Bier zwischen 19 und 26 Dollar (namibische),  also ca. 1,33 € ausgeben. 







 Ein Buschmannteller (nur lecker Wild) kosten gerade mal 8 € und das in einem gehobenen Restaurant. ( Also eigentlich ein Land für Rentner und Pensionäre…)



Unterkünfte:
Wir  waren in sehr schön gelegenen Lodges, die eingebettet in der Natur alles bieten, was gestresste Wüstenfahrer brauchen. 

Etosha Safari Camp

Namib Dessert Lodge

Okapuka Ranch

Damara Mopane Lodge















 










































Nur Wasser ist immer ein kostbares Gut.


Unser Fazit:
Namibia ist eine Reise wert und wer Natur mag und Ruhe braucht ist hier richtig. Keine Hektik, wenig Verkehr, keine Staus und freundliche Menschen.

Urlaub ja – aber hier leben nein.

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